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Babys natürlich tragen

Unsere Babys kommen als Traglinge zur Welt. Enge, körperliche Nähe ist für sie - wie auch für viele Eltern - ein ganz grundlegendes Bedürfnis. Wir haben aber keinen "eingebauten" Beutel wie die Känguruhs, in die wir unsere Babys packen können. Und auch kein Fell, an dem sie sich festklammern können, wie die Affen.

Um Babys und Kleinkinder nicht nur auf dem Arm tragen zu müssen, haben die Menschen zu allen Zeiten ihre Babys auf verschiedenste Weisen im Wortsinn "an sich gebunden". Der Tragende hat damit die Hände frei und konnte den Alltag besser bewältigen, das Kind aber spürt die konstante Nähe seiner Bezugsperson.

Tragen ist ...

Intensive Kuschelzeit – Hände frei im Alltag –Praktisch in der Stadt und beim Wandern – Positive Auswirkungen auf das Stillen – Zuverlässiges Beruhigungsmittel – Training der Muskulatur

Familienausflug

Vorteile für den Tragenden

  • Die körperliche Verbundenheit stärkt die Bindung zum Kind und erleichtert es die Bedürfnisse des Babys zu erkennen und angemessen zu reagieren. Viele Eltern haben ein natürliches Verlangen, das Baby möglichst oft nahe bei sich zu spüren, dies wird beim Tragen quasi nebenbei erfüllt.
  • Die Hände sind frei für den Haushalt, weitere Kinder, Erledigungen etc. Am flexibelsten ist man, wenn man das Kind auf dem Rücken trägt (im Tuch auch mit kleinen Babys schon möglich), aber einiges lässt sich auch mit Kind vor dem Bauch oder auf der Hüfte erledigen.
  • Tragen ist praktisch, beim wandern wie in der Stadt. Beim spazieren gehen oder wandern sind alle Wege gangbar. Es muss nicht auf einen wenig holprigen Untergrund geachtet werden, Stufen, Steigungen oder Engpässe stellen kein Problem dar. Der schwere Kinderwagen muss bei Ausflügen nicht ins oder aus dem Auto gehoben werden. Enge Geschäfte, treppen, zu kleine Aufzüge, Öffentliche Verkehrsmittel stellen mit Kind im Tuch keine Hindernisse dar.
  • Ein kürzeres Tuch passt in jede Tasche und ist bei größeren, bereits laufenden Kindern immer zur Hand, wenn die Ausdauer oder Motivation für den Weg nicht reicht.
  • Tragen stärkt die Muskulatur und ist ein ausgezeichnetes Training. Da das Gewicht des Kindes allmählich steigt, hat der Körper genug Zeit sich anzupassen und entsprechend Muskulatur aufzubauen. Das Tragen in Tuch oder Tragehilfe ist wesentlich gesünder und haltungsschonender als häufiges Tragen auf dem Arm, gerade bei größeren und schweren Babys.
  • Väter und Großeltern haben mit dem Tragen oft ein hervorragendes Beruhigungsmittel, wenn die stillende Mama nicht zur Verfügung steht und bauen durch den engen Körperkontakt eine nahe Bindung auf.
  • Tragen kann positiv aufs stillen wirken, der Milchspendereflex wird oft schon durch das an der Brust schlafende Kind ausgelöst und die Milchproduktion somit angeregt. Schläfrige Kinder riechen die einschießende Milch und werden dadurch zum Trinken animiert.

Vorteile fürs Kind

  • Das Neugeborene kennt die Enge aus dem Mutterleib. Das Eingebundensein weckt vertraute Gefühle und gibt Geborgenheit.
  • Babys schlafen im Tuch oft länger (und sind dadurch in den Wachphasen ausgeglichener), weil die körperliche Nähe und die Bewegungen ihnen Vertrauen geben. Aufwachen, wenn es abgelegt wird, ist ein Urinstinkt, der früher überlebensnotwendig war.
  • Getragene Babys weinen im Schnitt wesentlich weniger als Babys, die nicht getragen werden. Viele Schreibabys finden nur im Tuch/Tragehilfe zur Ruhe.
  • Die Körpernähe erleichtert dem Baby die Bindung zu seinen Bezugspersonen.
  • Das Baby sieht, hört, fühlt und riecht seine Mama oder seinen Papa. Es kann sich jederzeit rückversichern. Das gibt dem Baby eine große Sicherheit.

Die Bewegungen des Tragenden beruhigen das Baby und schulen seinen Gleichgewichtssinn. Es muss jede Bewegung ausgleichen und trainiert damit seine Muskulatur. Das Kind ist im Alltag auf Augenhöhe mit dabei. Neugierige Babys genießen es viel zu sehen, können sich aber auch jederzeit wieder bei Mama (oder Papa) verstecken, wenn ihnen die Reize zuviel werden. Das Baby entscheidet selbst, wieviel es mitbekommen will. Es kann Blickkontakt herstellen (im Kinderwagen nicht möglich, da der Schiebende in den ersten Monaten viel zu weit weg ist für das Sehvermögen eines Babys) und die Reaktionen des Tragenden auf die Umgebung einschätzen. Dies hilft ihm dabei sich seine Vorstellung von der Welt zu machen.

  • Geborgenheit
  • Sichere Bindung
  • Besserer Babyschlaf
  • Weniger Weinen
  • Rückversicherung jederzeit möglich
  • Aktives Erleben mit allen Sinnen
  • "Training" motorischer Fertigkeiten